Donnerstag, 13. Dezember 2012
Lappland!!!
Hallihallo,

letzte Woche waren wir im finnischen Lappland!

Mit dem Flieger ging es nach Helsinki und von dort aus mit dem Bus über Nacht Richtung Norden. Mittags waren wir dann in Rovaniemi, dem Dorf des Weihnachtsmannes. Alles ist schön beleuchtet und geschmückt.



Die Briefe, die Kinder aus aller Welt schreiben, werden dort aufgehoben. Und es ist unglaublich, wie lang die Wunschzettel sein können:



Außerdem geht der Polarkreis durch Rovaniemi und so kann man über den Polarkreis steigen:



Weiter nördlich des Polarkreises ging es zu unserer Endstation: Saariselkä. Dort wurden wir in Hütten untergebracht mit Kamin und Sauna. Ein Traum! Da es derzeit in Lappland nur ca. 3h täglich Tageslicht gibt, hatten wir viel Zeit, um zusammen zu sitzen, zu kochen, Gitarre zu spielen sowie zu saunieren mit anschließender Schnee-Abkühlung:







Um unsere Hütten herum haben wir an einem Abend auch einfach mal ein Rentier rumlaufen sehen:



Am ersten Tag haben wir eine Husky Safari gemacht. Jeder konnte einmal den Schlitten fahren und einmal als Passagier mitfahren. Die Huskys haben eine unglaubliche Kraft, obwohl sie doch recht klein sind. Auf der Farm werden sie trainiert und bewusst ausgewählt: die Schlauen nach vorn (damit sie den Weg führen), ein guter Renner in der Mitte und hinten zwei Starke zum Antreiben. Und dieses 5er-Gespann zieht den Schlitten.






Am nächsten Tag haben wir uns in Langlauf-Ski versucht. Für mich als absoluten Anfänger war es total anstengend, aber man konnte schön die Natur genießen:





Der letzte Ausflug ging nach Norwegen zum arktischen Ozean. Wir sind durch den total dünn besiedelten Norden von Finnland gefahren. Die Winter können da bis zu -50°C kalt sein. Dort gibt es wirklich kaum etwas: Bis zum nächsten Krankenhaus sind es 400 km, die Briefkästen stehen gesammelt an einem Straßenrand:



Die norwegische Landschaft und der arktische Ozean waren aber echt beeindruckend!





Am letzten Tag haben wir nach dem Auschecken den 1,5 km langen Rodelberg (der längste Europas!) strapaziert.

Von diesem Rodelberg aus hatten wir auch nachts zwei Mal das Glück, das Polarlicht zu sehen. Die Lichterscheinung entsteht durch das Auftreffen von Teilchen des Sonnenwindes auf die Erdatmosphäre in den Polargebieten. Das menschliche Auge nimmt es als weißen "Streifen" wahr. Mit einer Kamera kann man aber auch die Farben auffassen: vor allem grün, aber auch rot und lila.



Danach ging es wieder über Nacht zurück nach Helsinki, wo wir 4h Aufenthalt bis zum Abflug hatten und uns daher trotz Müdigkeit entschlossen, die Stadt anzuschauen.

Der Dom ist von der Architektur her an den in St. Petersburg angelehnt.



Die Höhlenkirche sieht von außen recht unspektakulär aus, da sie in den Fels geschlagen wurde. Von innen war sie um so spektakulärer.




Der ganze Ausflug war ein atemberaubendes Ereignis...

Ich freue mich sehr darauf, nächste Woche nach Hause zu kommen!!!

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